Freitag, 30. Mai 2014

Meji Schrein Harajuku- eine grüne Oase

Heute gibt es mal etwas mehr Text und auch Bilder aus meinem ersten Japanurlaub 2010.

Am Freitag war wieder eine Führung vom japanischen Fremdenverkehrsamt geplant.
Es war leider nur der 13 Uhr Termin möglich und so machten wir wie richtige Touristen in der Mittagshitze einen Ausflug.

Der Meji Schrein ist einem japanischen Kaiser (Tenno) aus dem 19./20. Jahrhundert gewidmet. Jeder japaniche Kaiser stellt seine Herrschaft unter ein Motto, ein Leitmotov für seine Regentschaft. Meji bedeutet aufgeklärte Herrschaft (laut wikipedia) und stellt eine Periode dar, in der Japan von einem abgeschotteten Inselreich zu einer Wirtschaftsnation umgebaut wurde. Dies alles geschah in knapp 50 Jahren. Der Kaiser ließ sich von allen damalsin bestimmten Bereichen führenden Nationen inspirieren. Darum ist in Japan zwar Linksverkehr, aber gleichzeitig gilt das metrische System.
Als 1912 der Kaiser verstarb, war das Volk ihm sehr dankbar und es wurde bschlossen ihm einen Schrein zu bauen. Dieser wurde nur aus Spenden und mit Hilfe von Freiwilligen errichtet. 1920 wurde er eingeweiht. Er wird also während den nächsten olympischen Spielen in Tokyo 2020 ein großes Jubiläum haben.

Das Gebiet der heutigen Anlage war damals bereits ein kleiner Park im Besitz des Kaisers und früheres Sumpfgebiet. Für den Ausbau wurden Entwässerungsgräben und 100.000 gespendete Bäume gepflanzt. Da durch die örtlichen Begebenheiten keine direkte Straße zum Scheineingang führt, wurden nicht 90° Winkel, sondern 88° Winkel gebaut. Da die 8 gedreht das Unendlichkeitszeichen ergibt. Es wurde also auf viele Details geachtet.
Die Sakebrauereien können dem Tempel jedes Jahr Geld spenden um für ein gutes neues Geschäftsjahr zu bitten. Je nach Höhe der Spende werden entsprechend viele Sakefässer mit dem Logo der Brauerei versehen.  Natürlich ist es auch gleichzeitig eine viel frequentierte Werbefläche. Direkt gegenüber sind Weinfässer von den Weinbauern aufgestellt.

 Auf den japanischen Toren ist eine Chrysamtheme angebracht. Dies zeigt, dass dieser heilige Ort etwas mit der Kaiserfamilie zu tun hat.
Hier trifft Tradition auf Moderne. Hinter dem Eingangstor erscheint die Spitze des Cocoon Tower in Shinjuku. Er beherbergt eine renommierete Modeschule.
Der Tempel wurde im zweiten Weltkrieg komplett zerstört, da Tokyo stark bombardiert wurde. Er wurde neu errichtet und 1958 wieder eröffnet.


 Jedes Jahr kommen am Anfang des Jahres viele Menschen zum Schrein um für ein erfogreiches zu bitten. Da dabei kleine Münzbeträge gespendet werden und die Opferstöcke nicht errichbar sind, werfen die Menschen die Münzen in Richtung dieser Opferstöcke. Die Holzsäule haben davon viele Kerben und wirken heller.

Gegen Gebühr können Votovtafeln gekauft unter an Wänden unter dem großen Baum gehängt werden. Die Fürbitten werden regelmäßig von Priestern vorgetragen und damit Platz für neue geschaffen.



 Angrenzend an die Hauptanlage ist ein Garten, der schon zu Lebzeiten Erholungsort der Kaiserin war. Sie hatte dort ein Teehaus und einen Teich zum fischen.


Das Highlight ist ein Irisgarten mit einigen Tausend Irisknollen.Sie haben leider noch nicht geblüht.

 Die Iris sind angelegt wie in einem Fluß. Wenn sie blühen ist es sicher sehr schön hier.

Nach der Führung haben wir uns an der dortigen Touristenabfütterungsstation mit Cafeteria-Charme ein Mittagessen geholt. Es war sehr günstig mit 600 Yen (4,20 Euro) pro Hauptgericht und sehr lecker. Warme Gerichte sind hier in Japan egal wo immer von sehr guter Qualität.
Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten ging es auf dem weg zum Bahnhof noch durch eine sehr berühmte Einkaufstraße.

 Takeshite dori (Takeshita Street). Die bunte Dekoration an ihrem Anfang ist weltweit bekant. In ihr ist ein Jugenmodegeschäft neben dem anderen. Es gibt am Eingang sogar einen Übersichtsplan in englischer Sprache. Entstanden ist die Straße, als Anziehungspunkt für Soldaten einer früher nahen Kaserne.

Auch die Süßwaren werden entsprechend präsentiert.

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