Sonntag, 25. Mai 2014

Hausfrauen Blog





Sonntag, „Mama-hat-keinen-Termin-Tag“
Veronika geht um 14.00 Uhr zum Harajuku Fashion-Walk. Junge Leute gehen um sehen-und-gesehen-werden. Also habe ich frei. Frei heißt wie immer etwas Zeit für die Hausarbeit. Moment mal, bin ich nicht im Urlaub???

Heute daher ein kleiner Hausfrauen-Blog.

Wir haben ein Appartement mit Wohn-Schlafzimmer, Bad, Küchenzeile und Waschtrockner. So bleibt der Koffer schön leicht. Zumindest auf dem Hinweg.

Die Waschmaschine benötigt knapp 30 min für das Programm, das zuhause 2 Std. braucht. Obwohl es eine 3 kg-Maschine ist, bin ich also schneller als zuhause. Somit ist es trotz Urlaub quasi Entspannung. Es wird kalt gewaschen, deshalb haben wir Waschtaps aktiv ab 20 Grad mitgebracht. Für 2 Wochen Urlaub reicht das. Die Trocknerfunktion erledigt die Sonne. Als Wäscheständer haben wir Schrankkörbe auserkoren.

Die Kitchenette bietet auf 1 m Breite und 2 m Höhe folgende unendliche Liste:
Kühlschrank, Mikrowelle, Kochplatte, Dunstabzugshaube, Lampe Hängeschrank mit Wasserkocher, 1 Teller, 1 Glas, 1 Tasse, 1 Gabel, 1 Dosenöffner, Abtropfgitter, Waschbecken, Unterschrank mit 1 Topf, 1 Kochmesser, 1 Kelle, 1 Schneidbrett.
Der Einhebelmischer für das Wasser ist aus, wenn er senkrecht hoch steht. Das führt schon mal zu Wasserspritzern…..
Kochen mit übermäßig viel Öl oder Geruchsbelästigung der anderen Hotelgäste sind verboten. Da besteht keine Gefahr, dass wir Ärger bekommen, wir nutzen die Mikrowelle. Es kochen andere für uns. Wir machen diesmal nur „Ich habe das Essen selbst gekauft“. Man soll ja im Urlaub nicht übertreiben.

Das Bad:

Ich wusste gar nicht, dass wir Camping-Urlaub gebucht haben! So kann man sich in diesem Vollplastik-Raum vorkommen. Keine Kacheln, keine Fugen und kein Schimmel. Alles hat Vor- und Nachteile.

Die Oberkante des Waschbeckens geht mir bis zum Schritt. Das ist nicht nur beim Zähneputzen eine Herausforderung für die Bandscheiben.  Wer diesen Satz nicht versteht, gehe in sein Bad und stelle sich vor sein Waschbecken……
Und, wo ist die Oberkante? Genau!

Also duschen wir jeden Tag mindestens 1x in der Badewanne, deren Duschschlauch ist zum Glück lang genug ,  so dass ich aufrecht Stehend duschen kann.

Das Prunkstück ist natürlich das Wasserclosett, das hier zu Recht so heißt.
Der hinten liegende Abfluss steht als Geruchsverschluss so tief unter Wasser, dass man darin einen Freischwimmer machen könnte.
Die automatische Geruchsabsaugung tut ein Übriges. So riecht es hier nie unangenehm. „Automatisch“ definiert sich hier als „schaltet sich ein, wenn sich die Benutzerin setzt“.
Beim Spülen wird eine Unmenge Wasser hinzugesetzt und das Ganze mit einem solchen Unterdruck abgesaugt, dass eine Bürste überflüssig ist. Die sehe ich hier nicht und habe sie auf allen anderen Toiletten ebenfalls nicht gesehen. Trotzdem ist alles immer angenehm sauber und geruchslos gewesen in den diversen Gaststätten- und Kaufhaus-Örtchen, die wir bereits aufgesucht haben. An den Waschbecken wischt man mit seinem gebrauchten Papierhandtuch nach oder spritzt halt nicht, wenn es nur einen Lufttrockner gibt.
Diese Handtrockner sehen aus wie etwas tiefere Handwaschbecken, in die man seine Hände senkrecht hält. Von beiden Seiten bläst ein richtig kräftiger Luftstrom massierend auf die Hände, so dass man auch hierbei nicht den Fußboden voll tropft.
Die Sauberkeit in allen Bereichen ist überhaupt kein Vergleich mit durchschnittlichen öffentlichen Toiletten in Deutschland, schon gar nicht mit den Edelstahl-Dingern an der Autobahn oder den Löchern im Boden in Frankreich oder Italien, wo ich diese selbst in Bürogebäuden und Restaurants vorgefunden habe.
Nette Zusatzfunktionen wie Vogelgezwitscher oder Wasserrauschen kann man bei öffentlichen Toiletten bei Bedarf hinzu wählen, genauso wie einen angenehm warmen Sitz. Für hinterher gibt es tatsächlich die Dusche mit Föhn, aber das wird wohl eher zu Hause benutzt……

Bei so vielen Vorteilen verzeiht man das einlagige Papier gerne. Es gilt der Satz von oben mit den Vor- und Nachteilen.

Männertoiletten kann ich aus naheliegendem Grund nicht bewerten. Wir haben keine Versuchsperson dabei.

So und jetzt genug des Vergleichs der Kulturen im Umgang mit den täglichen Hinterlassenschaften.

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