Samstag, 7. Juni 2014

Hauptsache der Winkel zur Kamera stimmt



Haustiere werden hier ja angeblich nicht so viele gehalten, wie in Deutschland. Wenn ich nach den Leuten gehe, die ich mit Hunden spazieren gehen gesehen habe, trifft das zu.
Herumstreunende Hunden und Katzen habe ich gar keine gesehen.
In den Warenhäusern gibt es allerdings Haustierabteilungen,  in denen es an Nichts mangelt. Nachfolgend ein paar Fotos vom Dienstag aus dem Kaufhaus Tokyo Hands hier in Shibuya:


 Hundeerfrischung evtl mit Duft? Oder warum kostet es 1000Yen?
Hundewasser. Doppelt so teuer wie normales Wasser.


Vom Mäntelchen über die Sonnenbrille bis zum farblich passenden Halsband, das man mit Steinen u. Ä. individuell gestalten kann, geht es weiter zu Leckerlies in sämtlichen Geschmacksrichtungen. Hier kann man sein Tier also genau wie bei uns als Kindersatz verziehen.  



Im krassem Gegensatz dazu steht für uns die Darbietungsweise der Tiere im Verkauf, die ich bereits angedeutet hatte. siehe Blog "Mamas Gedankenfetzen: Aktivurlaub". Wir haben solche Hunde- und Katzenverkaufsstationen in einem Kaufhaus und kleinen Einzelhandelsgeschäften gesehen. 

Man kann wirklich nur hoffen, dass die Tiere immer nur kurze Zeit in diese Aquarien müssen. Manche sind apathisch und liegen nur in einer Ecke, andere tigern herum, wieder andere kratzen und wollen raus. Uns tun sie einfach leid.



 In Aquarien sind auch Fische untergebracht und das geht auch auf seltsame Weise. Einzelfische oder Garnelen in Kugelgläsern mit Korkstopfen findet man bei uns nicht. Wie lange die Tiere darin wohl überleben? Billig sind sie außerdem mit 500 Yen, nach jetzigem Kurs knapp 4 Euro.



Passend zu diesem für uns seltsamen Verhältnis zu Tieren war auch die Situation von 3 Wasserschildkröten im Aquarium am Sky Tree. In dieser Einrichtung arbeiten laut Aushang Spezialisten, die auch Kurse für Besucher durchführen. Wahrscheinlich aber nur für Quallen, denn in der Abteilung war das offene Labor.
Die Wasserschildkröten hingegen waren allen Ernstes in Plexiglasboxen untergebracht, in denen die Wassertiefe der Körperlänge der Tiere entsprach. Tauchen unmöglich, was aber natürlich ständig versucht wurde.
Dann kam ein Betreuer, nahm den Deckel mit  Griffloch ab und gab tote Garnelen mit einer Pinzette ins Wasser. Ich weiß nicht, ob die Tiere die ganze Öffnungszeit über in diesen Boxen ausharren müssen.





 Am Dienstag waren wir im Ueno-Zoo. Auch hier war die Unterbringung der Tiere sehr unterschiedlich. Die Aushängeschilder „Großer Panda“ hatten annehmbare Innen- und Außenboxen mit relativ viel Platz pro Tier. 
Die Elefantenkühe hatten zu viert nicht annähernd so viel Platz pro Tier.
Auffällig war, dass Präsentation und Fütterung konsequenter als bei uns als Fotoevent gestaltet wird.

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